Ist flinkest eine Buchhaltungssoftware für Österreich?
Ja. flinkest wird in Österreich entwickelt, der österreichische Einheitskontenrahmen ist vorinstalliert, die Umsatzsteuer für Inland, EU, Drittland, Reverse Charge und Bauleistungen ist hinterlegt, und die Übergabe an die Kanzlei läuft über den Export für BMD oder RZL oder über das Kanzlei-Portal flinkest.tax. Die Buchungsperiode ist monatlich, quartalsweise oder jährlich einstellbar, passend zur UVA.
Funktioniert das mit BMD?
Ja. Pro Buchungsperiode entsteht eine CSV-Datei für den Import in BMD NTCS mit Konto, Gegenkonto, Steuercode, Buchcode, Buchungssymbol und Betrag, dazu die Original-Belege als PDF. Zeilen ohne Beleg oder Buchungskonto werden vor dem Export markiert.
Funktioniert das auch mit RZL?
Ja. In den Einstellungen wird RZL als Exportformat gewählt. Dann entsteht pro Buchungsperiode die Importdatei für RZL FIBU oder die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit Konto, Gegenkonto, USt-Code, OP-Nummer und Betrag, dazu auf Wunsch die neuen Personenkonten und die Original-Belege als PDF. Die Vorschau zeigt vorab genau die Zeilen der Datei.
Eignet sich flinkest für die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung?
Ja, darauf ist das Buchungsperioden-Cockpit zugeschnitten: Es zeigt je Periode, welche Bank-Bewegungen noch keinen Beleg haben oder nicht zum Betrag passen, und schließt die Periode ab. Für Kleinunternehmer gibt es eine eigene Seite: Rechnungsprogramm für Kleinunternehmer.
In welcher Reihenfolge sucht flinkest den passenden Beleg?
In vier Stufen, und jede greift nur, wenn die vorige nichts gefunden hat: zuerst die Bankkonto-Regeln, dann die Verträge, dann die Belege im System, zuletzt die KI-Suche in den verbundenen E-Mail-Konten. Bleibt eine Transaktion offen, steht für jede Stufe dran, woran es gelegen hat, bei der E-Mail-Suche samt Suchbegriffen und durchsuchten Konten.
Bucht flinkest automatisch, ohne dass es jemand sieht?
Nur dort, wo es selbst eingerichtet wurde: bei einer Regel mit „als erledigt markieren" und bei einem Vertrag, dessen Buchungstext und Betrag passen. Beleg-Kandidaten aus dem System und Treffer aus dem E-Mail-Konto werden nie automatisch verbucht, sie werden mit einem Klick bestätigt.
Wird das E-Mail-Postfach wirklich durchsucht?
Nur wenn ein E-Mail-Konto verbunden ist, nur bei Ausgaben, für die im System kein Beleg liegt, und nur nach PDF-Anhängen zu den Rechnungsnummern und dem Lieferanten aus dem Verwendungszweck. Ein übernommener Treffer wird als Eingangsbeleg importiert, von der KI erfasst und mit der Transaktion verknüpft. In den Buchhaltungs-Einstellungen lässt sich die Suche mit einer Checkbox komplett abschalten.
Muss im Betrieb selbst kontiert werden?
Nein. In den Buchhaltungs-Einstellungen wird festgelegt, ob im Betrieb selbst kontiert wird oder die Kanzlei bucht. Wer selbst kontiert, erstellt am Ende den BMD-Export. Sonst geht die Periode samt Belegen gesammelt an die Kanzlei, als ZIP, per E-Mail oder über das Kanzlei-Portal flinkest.tax.
Wie werden Privatentnahmen verbucht?
An der Transaktion mit einem Klick auf „Als Privatentnahme markieren", für mehrere Transaktionen auf einmal über die Mehrfachauswahl, oder automatisch über eine Regel am Bankkonto. Ist in den Buchhaltungs-Einstellungen ein Privatentnahme-Konto hinterlegt, bucht flinkest den Betrag dorthin und schließt die Transaktion ab. Ohne hinterlegtes Konto wird sie nur markiert und abgeschlossen.
Können Bankkonten in Fremdwährung verbunden werden?
Ja. Umsätze in einer anderen Währung rechnet flinkest beim Abruf zum EZB-Referenzkurs des Buchungstags in Euro um. Originalbetrag, Währung und Kurs bleiben an der Transaktion sichtbar, Abgleich und Export arbeiten mit dem Euro-Betrag. Gibt es für einen Tag keinen Kurs, weist flinkest darauf hin, und der Euro-Betrag wird von Hand eingetragen.
Was passiert beim Abschließen einer Buchungsperiode?
Die Kontierung dieser Periode wird gesperrt: Buchungszeilen, Kontenzuordnung an Belegpositionen und Zahlungsverknüpfungen lassen sich nicht mehr ändern. Ausgangsrechnungen, Lieferscheine und Co. bleiben bearbeitbar, gesperrt sind die Kontierung und bei Eingangsbelegen zusätzlich Betrag, Text und Steuer der Positionen. Ist der Kanzlei-Zugang aktiviert und eine Kanzlei-E-Mail hinterlegt, wird die Kanzlei automatisch informiert. Wieder öffnen lässt sich die Periode im Betrieb selbst, mit der entsprechenden Berechtigung, oder durch die Kanzlei aus dem Portal flinkest.tax.
Läuft das Buchhaltungsprogramm online?
Ja, im Browser, ohne Installation. Belege lassen sich zusätzlich mit der App für iPhone und Android abfotografieren, die KI liest sie aus. Die Daten liegen auf Servern in Österreich, Deutschland und Finnland.
Was kostet die Buchhaltungssoftware?
Die Buchhaltung ist in jedem Plan enthalten, alle Module inklusive. Ein-Personen-Unternehmen zahlen €25 im Monat, der Standard-Plan kostet €50 mit einem Benutzer. Monatlich kündbar, die ersten drei Monate sind gratis.